Ryan Carson kehrt zur 5 Tage Woche zurück

Ryan Carson, Gründer und Geschäftsführer von Treehouse, kehrt zur 5 Tage Woche zurück. Er versuchte das, was sich sonst keiner traute. Der Unternehmer Ryan Carson folgte der Idee, dass kürzere Arbeitszeiten produktiver machen. „Es gibt keine Regel, dass man 40 Stunden pro Woche arbeiten muss, um erfolgreicher zu sein“, sagte Carson dem Magazin Atlantic in 2015.

Nun hat er seine Meinung geändert: Im Gespräch mit GrowthLab Live sagte er, dass die 4-Tage Woche „den Geschäften und der Mission“ schade. „Es herrschte zu wenig Arbeitsmoral.“

Von der 40 Stunden Woche hält er noch immer nichts. Er arbeitet inzwischen über 60 Stunden.

Keine langen Pausen

Firmen wie die Marketingagentur Rheingans Digital Enablers, oder die neuseeländische Finanzfirma Perpetual Guardian sehen das anders, sie setzen nach wie vor auf die verkürzte Arbeitszeit: „Beobachter haben festgestellt, dass die Mitarbeiter kreativer und pünktlicher sind, weniger ausfallen, und nicht früher nach Hause gehen oder lange Pausen machen.“

Keine Arbeitsmoral

Carsons Erfahrungen jedoch stehen im krassen Gegensatz zu diesem Trend. „Es war furchtbar“ . Von sich selbst sagt er, er habe zu wenig Arbeitsmoral an den Tag gelegt. „Es geht nicht ohne viel und hart zu arbeiten“.  Man ist nicht besser, weil man weniger arbeitet.

„Dieses Optimierungsding ist absoluter Blödsinn“

Nun arbeiten die 87 Mitarbeiter seiner Programmierweiterbildungsfirma wieder 40 Stunden und mehr. Ryan Carson: “ Man kann gar nicht produktiv genug werden, um die Stunden wieder raus zu holen, die einem fehlen.“

Wieviel Home Office tut gut?

Viele Bewerber äußern im Interview den Wunsch, gelegentlich oder regelmäßig im Home Office arbeiten zu können. Manche haben sogar den Anspruch, völlig selbständig über ihre Präsenzzeiten zu verfügen und vorwiegend vom Home Office aus zu arbeiten. Insbesondere Mitarbeiter aus der IT haben diesen Wunsch.

Die Migros lanciert eine neue „Social-Shopping“-Plattform: AMIGOS

Auf der Plattform AMIGOS treffen Menschen, die sich Einkäufe nach Hause liefern lassen möchten, auf solche, die diese Aufgabe gerne übernehmen. Das Pilotprojekt des Schweizer Handelsunternehmens Migros startet am 6. April 2018 im Raum Zürich und Bern. Der soziale, zwischenmenschliche Aspekt steht im Vordergrund.

Es gibt Menschen, die wären froh, wenn ihnen jemand die Migros-Einkäufe nach Hause bringen würde, weil sie wenig Zeit haben oder in ihrer Bewegung eingeschränkt sind. Und es gibt Menschen, die würden anderen gerne einen Dienst erweisen und dazu – im wahrsten Sinn des Worts – ein Taschengeld verdienen.
AMIGOS bringt ab dem 23. April diese Menschen zusammen. Die neue „Social Shopping“-Plattform der Migros funktioniert denkbar einfach. Der Besteller gibt mit ein paar wenigen Klicks online seine Einkaufsliste ein. Bei den Bringern, die sich zuvor auf AMIGOS registriert haben und sich in der Nähe des Bestellers aufhalten, taucht auf der AMIGOS-App eine Push-Nachricht auf. Der Bringer, der gerade Zeit und/oder Lust hat, kann den Einkaufswunsch übernehmen. Er macht die Einkäufe und bringt sie dem Besteller persönlich vorbei.
Beide Seiten profitieren

Die Bringer nehmen die Bestellung per App an und liefern die Einkäufe dem Besteller nach Hause.

AMIGOS hat für die Besteller und die Bringer Vorteile: Der Besteller spart Zeit und Aufwand für die Einkäufe und erhält sie persönlich an die Haustüre geliefert. Einen Mindestbestellwert gibt es nicht. Im Gegenzug erhält der Bringer für die Ausführung des Auftrages einen Verdienst: Für die erste Einkaufstasche CHF 7.90 und für jede weitere CHF 2.00. Diesen Betrag bezahlt der Besteller dem Bringer. Alle Einnahmen fliessen somit in das Portemonnaie des Bringers, die Migros erzielt keinen Gewinn.
Damit ergänzt die Migros ihre Online-Einkaufsmöglichkeiten um ein völlig neuartiges Serviceangebot. Im Vordergrund stehen dabei nicht finanzielle Überlegungen, sondern das Bestreben, Migros-Kundinnen und -Kunden einander näherzubringen.

Die Migros gehört den Menschen.

Ein weiteres Beispiel dafür, wie nahe die Migros bei Ihren Kundinnen und Kunden ist Mit der Einführung von AMIGOS zeigt die Migros einmal mehr, dass sie den Leuten gehört. Ganz im Sinne des Migros-Gründers Gottlieb Duttweiler, der sich immer auf innovative Art und Weise für die Lebensqualität seiner Kundinnen und Kunden eingesetzt hat. Auch für ihn war das Gemeinwohl genauso wichtig wie der Geschäftserfolg. So lebt auch AMIGOS vom sozialen Gedanken, dass die Leute füreinander da sind und sich gegenseitig unterstützen können. «Mit diesem Dienst verbinden wir die heutigen Shopping-Ansprüche einer digitalen Gesellschaft mit dem persönlichen Kontakt zwischen zwei Menschen», sagt Migros-Chef Fabrice Zumbrunnen.
AMIGOS ist eine Schweizer Premiere und wird ab April 2018 in den Kantonen Bern und Zürich getestet. Wer bei AMIGOS Bringer werden möchte, kann ab Freitag, 6. April 2018, die AMIGOS-App herunterladen (erhältlich im Play Store und Apple Store) und sich dort mit dem Migros-Login registrieren. Ab Montag, 23. April 2018, können Besteller unter www.amigos.ch ihre Einkäufe eingeben.

Arbeitgeber Bewertungen im Internet

Online Rezensionen von Arbeitnehmern über Unternehmen werden immer wichtiger. Laut Bitkom-Experting Julian Petrich sollten Unternehmen Arbeitgeber Bewertungen auf Portalen wie z. B. Kununu ernst nehmen. Eine repräsentative Bitkom-Umfrage zeigt, dass 37 % von 1009 Personen, davon 829 Internetnutzer, sich schon mindestens einmal online Bewertungen von Arbeitgebern durchgelesen haben. 2015 waren es nur 29 %. Besonders berufstätige Internetnutzer mit 45% und 14- 29-jährige mit 52 % interessieren die Meinung anderer Arbeitnehmer über ein Unternehmen.

Entsprechend gaben 84 % der wechselwilligen Interessenten an, durch die Internetbewertung eines Unternehmens bereits einmal in ihrer Entscheidung für oder gegen dieses beeinflusst worden zu sein. Davon entschieden sich 46% für den jeweiligen Arbeitgeber, 54% gegen diesen. Juliane Petrich sagt: „Für viele Berufstätige sind Online-Bewertungen die erste Visitenkarte eines Arbeitgebers.“

Auch die Zahl der Verfasser steigt: Jeder vierte befragte Internetnutzer hat schon einmal online eine Bewertung für seinen Arbeitgeber abgegeben. Besonders aktiv sind hier die 30- bis 49-Jährigen, bei denen die Quote bei 32 % liegt.

Den Unternehmen, die um geeignet Mitarbeiter werben, bieten die Bewertungsportale die Chance, die Erwartungen der Arbeitnehmer an das Unternehmen besser kennenzulernen und einschätzen zu können. Des Weiteren könnten die Unternehmen hier auf Kritik ihrer Arbeitnehmer reagieren, was widerum Einfluss auf das Image ihres Unternehmens und die Bewertungen hat.

Ergänzend stellen wir in unserer Praxis als Personalberatung im digitalen Geschäft  fest, wie wichtig des Weiteren die richtige Ansprache von Kandidatinnen und Kandidaten ist. Der Personalberater sollte sich in den Themen des relevanten digitalen Arbeitsbereiches auskennen und schlüssige Fragen stellen können, sonst verbindet die/der KandidatIn die negative Erfahrung mit der dahinter stehenden Arbeitgebermarke.

Innovation meets Fashion

Der E-Commerce in der Schweiz wächst

Der E-Commerce in der Schweiz wuchs in 2017 um 10% und einer der wichtigsten Umsatztreiber ist Mode mit CHF 1.6 Mrd. Umsatz.

Wir sprechen am 26. März 2018 in Lugano mit den wichtigsten Vertretern der Fashion-Industrie darüber und welche Chancen sich für die Zukunft ergeben.

Innovation meets Fashion in the „Ticino Fashiontech Valley“ Event in Lugano am 26. März 2018.

 Internationale Modefirmen wie Missoni, Moschino, Woolrich oder Imperial werden über Ihre Erfahrungen mit Customer Experience, Omnichannel-Strategien, Fashion Brand Equity und die Transformation vom Fashion Brand zum Fashion Service berichten und ihre Sicht auf die Zukunft des e-Commerce mit Fashion geben.

Die Veranstaltung wird von der modern heads als Sponsor unterstützt und uns steht ein kleines Kartenkontingent zur Verfügung. Gerne lade ich zu der Teilnahme ein und bitte um ein möglichst rasches Feedback, damit wir das Ticket reservieren können.

http://netcommsuisse.ch/Events/Innovation-meets-Fashion-in-the–Ticino-FashionTech-Valley–2018.html

10 Jahre modern heads executive search im Digital Business

Digital Business Executive Search

Die modern heads wurde in 2007 von Jochen Barringer in Deutschland und der Schweiz gegründet. Während seiner Karriere im Versandhandel erlebte er die Veränderungen durch Digitalisierung hautnah mit. Und er merkte, dass es neue Köpfe brauchte, um die digitale Transformation erfolgreich zu gestalten. Da war für ihn die Idee geboren, eine spezialisierte Personalberatung für Digital Business zu gründen und so entstand die modern heads executive search. Seitdem haben wir für Kunden wie Tchibo, IKEA, Ringier Digital, Adobe, Bild Digital, valora, Aduno, Manor, Jungheinrich, SwissLife und viele weitere, grossartige Menschen gefunden, die dort an einer erfolgreichen Zukunft arbeiten. Wir bedanken uns bei unseren Kunden und Kandidaten für das Vertrauen und wünschen allen eine frohe Weihnachtszeit und ein gutes neues Jahr.

Eine App für Gehörlose: chabla

Wenn wir ehrlich sind, wissen wir, dass nicht alle App‘s und digitalen Anwendungen wirklich nützlich und wichtig sind. Wer schon mal seinen Kindern dabei zugeschaut hat, wie sie stundenlang Youtube-Filmchen anschauen, statt ein Buch zu lesen, zu musizieren oder im Freien echte Abenteuer zu erleben, weiss wovon ich spreche. Aber es gibt manchmal auch App‘s bei denen man froh ist, dass es das internet gibt. Eine davon ist chabla:

http://www.chabla.me/#moments_in_life

Entwickelt von Marko Vuoriheimo in Finnland. Er hatte von Geburt an Gehörschäden und kommunizierte mit der Gebärdensprache. Die verstand aber niemand in der hörenden Welt und immer, wenn er mit „normalen“ Menschen kommunizieren wollte, dann brauchte er einen Dolmetscher, z.B. um eine Versicherung abzuschliessen. An ein Telefonat war gar nicht zu denken und man stelle sich vor, man bleibt auf einer einsamen finnischen Landstrasse mit dem Auto liegen und will mit dem Handy Hilfe holen…

Mit chabla schaltet man einfach einen Dolmetscher per Bildfunktion zu plötzlich kann jeder Gehörlose mit der hörenden Welt kommunizieren – immer und überall! Das ist für Gehörlose und deren Familien eine wirkliche Innovation und erleichtert deren Leben enorm. Wir drücken Marko und chabla die Daumen für eine erfolgreiche Zukunft.

Der Bierfaktor im Bewerbungsgespräch

Management trifft Mensch – Der Bier-Faktor im Bewerbungsgespräch

Algorithmen ersetzen keine persönlichen Gespräche, das ist eine Erfahrung, die wir täglich in den Interviews mit Kandidaten machen. Die menschlichen Eigenschaften sind mindestens genauso wichtig, wie die fachlichen Qualitäten. Gerne zitieren wir hier ein Plädoyer für das persönliche Gespräch aus dem aktuellen Spiegel, 14.02.2017:

Um bei Einstellungen vorurteilsfrei über Bewerber zu entscheiden, setzen Unternehmen verstärkt auf Algorithmen. Das löst viele Probleme, schafft aber auch neue. Am Ende landet mancher Personaler bei alten Kriterien.

Eine Kolumne von Klaus Werle

Als Manfred noch jung und gerade in der Personalabteilung eines großen Energiekonzerns eingestiegen war, nahm ihn sein Chef nach einem Gespräch mit einem Bewerber einmal beiseite und sagte: „Wissen Sie, wir können uns hier lange über Lebensläufe und Abschlussnoten beugen. Für mich zählt am Ende nur eins: Würde ich mit dem, der sich hier bewirbt, gerne ein Bier trinken?“

Manfred war beeindruckt ob der genialen Fähigkeit seines Vorgesetzten, Komplexität zu reduzieren. Er brauchte ein paar Jahre, bis er begriff, dass die schöne Sentenz alles andere als originell und im Gegenteil der notorisch dahingeraunte Satz alter Personal-Haudegen war, die keine Lust hatten, sich stundenlang mit Lebensläufen und Abschlussnoten zu beschäftigen.

Dessen ungeachtet nahm er, als er selbst die Karriereleiter nach oben kletterte, den Satz ebenfalls in sein Standardrepertoire auf. Und mehr noch: Er hielt sich auch daran. Manfred, der ziemlich gut Tennis spielte, eine private Uni besucht hatte und gerne reiste, stellte eine Menge Menschen ein, die Tennis spielen und weltmännisch von ihrer Zeit in Kuala Lumpur oder Montevideo plaudern konnten. Gerne übrigens bei einem Bier.

Das ging viele Jahre gut, Manfred stieg zum Personalleiter eines recht großen Mittelständlers auf. Eines Tages sagte der Geschäftsführer zu ihm: „Mein lieber Manfred, ich habe das Gefühl, Ihre Truppe ist nicht divers genug.“ Manfred nickte nachdenklich. „Das ist kein Vorwurf“, fuhr der Geschäftsführer fort, „wir alle lassen uns von unseren Vorurteilen lenken. Aber jetzt gibt es ja Abhilfe. Warum probieren Sie das nicht mal aus?“

Manfred nickte erneut, und wenige Tage später war er in der Welt der „People Analytics“ angekommen, in der die auf Algorithmen basierte Auswertung riesiger Datenmengen bei Einstellungen oder Beförderungen unterstützt. Maschinen treffen bessere Entscheidungen, das ist die Idee dahinter, und diese Idee ist seit Jahren eins der heißesten Themen auf Personaler-Konferenzen. Software-Konzerne haben aus den Algorithmen Produkte gestrickt, die zum Beispiel „Success Factors“ (SAP) heißen, „Taleo“ (Oracle) oder Workday. SAP hat den Programmen eine schicke Überschrift verpasst: „Business beyond bias“ – Geschäftsentscheidungen ohne Vorurteile.

Die kühle Brillanz der Non-Bias-Maschine

Statt mit dem Bewerber ein Bier zu trinken und über seine sportlichen Vorlieben zu parlieren, durchkämmen die Programme Lebensläufe oder Einträge in sozialen Netzwerken, analysieren Daten und Texte und suchen Muster. Alles, ohne auf Geschlecht, Herkunft oder Sympathie zu achten. Völlig neutral und unbestechlich. Eine prima Sache, das musste sogar Manfred zugeben. Gut, er vermisste das Biertrinken, aber er zog seinen Hut vor der kühlen Brillanz, mit der die Non-Bias-Maschine Kandidaten herausfilterte, die einer pfiffiger waren als der

Nach einigen Monaten jedoch tauchte ein kleines Problem auf. Die frisch eingestellten Mitarbeiter waren zwar pfiffig und divers und der Geschäftsführer war zufrieden. Doch das Klima in der Abteilung veränderte sich, wurde professioneller, aber auch einzelgängerischer. Immer öfter ertappte sich Manfred dabei, wie er lieber eine Mail schrieb, als mit dem Betreffenden direkt zu sprechen.
Manfred befragte einen Freund, Professor für Personalmanagement. Der Freund wies ihn darauf hin, dass selbst Algorithmen Vorurteile haben – weil sie von Menschen programmiert werden, die davon natürlich nicht frei sind. „Dein Problem ist aber ein anderes“, sagte der Professor, „es ist die soziale Komplexität menschlicher Beziehungen.“

Manfred nickte nachdenklich, obwohl er keine Ahnung hatte, wovon der Freund redete. „Menschen leisten am meisten im Team“, sagte der Professor. „Es geht also nicht nur um die Qualifikation, sondern auch darum, wie die einzelnen Mitarbeiter untereinander harmonieren. Das zu lösen, ist für die Programme zu komplex. Noch zumindest.“ Humor, Verlässlichkeit, Gefühle – all das lässt sich schwer messen, beeinflusst aber das Klima am Arbeitsplatz enorm. Und damit die Leistung aller.

Selbst bei Google haben sich die Mitarbeiter dafür entschieden, Entscheidungen über Beförderungen wieder von menschlichen Managern treffen zu lassen, obwohl der Algorithmus hervorragend funktionierte. Das schlichte Argument: „People should make people decisions.“

Pah, auch nicht viel besser als die Sache mit dem Bier trinken, dachte Manfred. Er behielt die Programme, ergänzte sie aber durch mehr klassische Bewerbungsgespräche. In denen er fortan nicht mehr nur Tennis gelten ließ, sondern sich auch für andere Sportarten interessierte. Funktioniert super seither. Selbst Curling ist doch spannender als gedacht, musste Manfred lernen. Vom Diversitätsfaktor ganz zu schweigen.

In dem Sinne freuen wir uns darüber, dass Erfahrung, Intuition und Menschenkenntnis auch in der digitalen Welt wichtig bleiben.

Viele Grüsse

modern heads executive search

Jochen Barringer
Inhaber